Schöllkraut

Chelidonium majus (Schöllkraut)
Schöllkraut

Pflanze des Monats Mai: Chelidonium majus (Schöllkraut)

Es gehört zu den alten heimischen Heilpflanzen Europas und wächst oft an Mauern, Wegen und in stillen Gartenecken. Mit seinen leuchtend gelben Blüten wirkt es zart und unscheinbar zugleich – und besitzt doch eine bemerkenswerte Kraft.

Traditionell wurde Schöllkraut vor allem in der Volksheilkunde verwendet. Bekannt ist die Pflanze besonders durch ihren orangefarbenen Milchsaft, der beim Abbrechen der Stängel austritt. Dieser wurde früher äußerlich bei Hautthemen eingesetzt.

In alten Kräutertraditionen galt Schöllkraut als Pflanze der Reinigung, Wandlung und inneren Klärung. Gleichzeitig erinnert seine empfindliche Erscheinung daran, wie fein und achtsam Heilpflanzen betrachtet werden sollten.

Löwenzahn

Taraxacum officinale (Gewöhnlicher Löwenzahn
Taraxacum officinale (Gewöhnlicher Löwenzahn)

Taraxacum officinale (Gewöhnlicher Löwenzahn)

Der Löwenzahn beginnt meist bereits im Frühjahr zu blühen und begleitet uns mit seinen leuchtend gelben Blüten durch viele Wochen des Frühlings und Sommers. Kaum eine Wildpflanze ist so bekannt und zugleich so vielseitig wie der Gewöhnliche Löwenzahn.

In der Naturheilkunde werden sowohl die Blätter als auch die Wurzel verwendet. Löwenzahn gilt traditionell als anregend für Stoffwechsel, Verdauung sowie Leber- und Gallentätigkeit. Seine Bitterstoffe können die Verdauung unterstützen und werden besonders in Frühjahrskuren geschätzt.

Die jungen Blätter finden auch in der Küche Verwendung, etwa in Salaten oder Kräutermischungen. Die Pflanze steht zudem sinnbildlich für Widerstandskraft, Wandlung und Lebenskraft – Eigenschaften, die sich auch in Ihrer Zeichnung widerspiegeln.

Die Begriffe „Lebenskraft“, „Wärme“ und „Wandlung“ passen sehr schön zum Wesen des Löwenzahns: Er erscheint früh im Jahr, bringt Farbe und Energie in die Natur und verwandelt sich später von der gelben Blüte in die bekannte Pusteblume.

Gundermann

Glechoma hederacea (Gundermann / Gundelrebe)
Gundermann

Glechoma hederacea (Gundermann / Gundelrebe)

Der Gundermann gehört zu den alten heimischen Heil- und Wildpflanzen Europas. Oft wächst er unscheinbar an Wegrändern, in Gärten und auf Wiesen und bildet dort dichte grüne Teppiche mit zarten blauvioletten Blüten.

Schon früh im Frühjahr beginnt die Gundelrebe zu blühen und gehört damit zu den ersten wichtigen Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten. Ihr feiner aromatischer Duft und die würzigen Blätter machen sie seit Jahrhunderten auch zu einer geschätzten Wildpflanze in der Küche.

In der traditionellen Pflanzenkunde wurde Gundermann mit Reinigung, Stärkung und innerer Klarheit verbunden. Die Pflanze gilt als widerstandsfähig und zugleich weich und verbindend — sie breitet sich behutsam aus und fügt sich eng in ihre Umgebung ein.

Taubnessel

Lamium purpureum (Purpurrote Taubnessel)
Purpurrote Taubnessel

Lamium purpureum (Purpurrote Taubnessel)

Die Purpurrote Taubnessel gehört zu den ersten Wildpflanzen, die im Frühjahr blühen. Mit ihren zarten rosavioletten Blüten bringt sie schon früh Farbe und Lebendigkeit in Gärten, Wegränder und Wiesen.

Obwohl sie der Brennnessel ähnlich sieht, besitzt die Taubnessel keine brennenden Haare. Sie gilt als sanfte und widerstandsfähige Pflanze, die oft dort wächst, wo die Natur beginnt, freie Räume zurückzuerobern.

In der Volksheilkunde wurde die Taubnessel traditionell als milde Wild- und Heilpflanze geschätzt. Ihre jungen Blätter und Blüten sind essbar und können Tees, Kräutermischungen oder Frühlingssalate bereichern.

Die Pflanze steht sinnbildlich für Sanftheit, Erneuerung und stille Lebenskraft. Ihre frühen Blüten bieten zudem Nahrung für Bienen und andere Insekten – oft zu einer Zeit, in der nur wenige andere Pflanzen blühen.

Primula vulgaris

Die Heilpflanze des Monats Mai: Primula vulgaris
Primula vulgaris

Primula vulgaris, Echte Schlüsselblume

Die Primula vulgaris, im Volksmund auch als Schlüsselblume oder Echte Schlüsselblume bekannt, gehört zu den ersten Frühlingsboten des Jahres. Ihre zarten, hellgelben Blüten erscheinen oft schon sehr früh und gelten traditionell als Symbol für Neubeginn und Lebenskraft.

In der Volksheilkunde wird die Schlüsselblume seit Jahrhunderten geschätzt. Verwendet werden vor allem die Blüten und Wurzeln. Sie gelten als schleimlösend, beruhigend und leicht krampflösend und werden häufig bei Erkältungen, Husten oder nervöser Unruhe eingesetzt. Besonders als Tee oder in milden Kräutermischungen findet sie Anwendung.

Der Name „Schlüsselblume“ geht auf die Form der Blüten zurück, die an einen kleinen Schlüsselbund erinnern – in alten Überlieferungen galt sie sogar als „Himmelschlüssel“, der den Frühling öffnet.

Heute steht die echte Schlüsselblume in vielen Regionen unter Naturschutz, weshalb sie nicht wild gesammelt werden sollte. Für die Verwendung in der Naturheilkunde greift man daher besser auf kultivierte Pflanzen oder fertige Präparate zurück.