Wegwarte

Heilpflanze August 2026

Cichoria intybus, Wegwarte

Die Wegwarte ist ein Korbblütler (Asteracea). Man sieht ihre blauen Blütenblätter insbesondere am Wegesrand aufleuchten. In der Zeit der Romantik war sie das reale Vorbild für die „Blaue Blume“, die als Symbol für die Sehnsucht nach Liebe und der Suche nach einem tieferen Lebenssinn steht. Dies hat mutmaßlich seinen Ursprung in dem Volksglauben, dass die Wegwarten in Blumen verwandelte Mädchen sind, die in ewiger Treue auf die Rückkehr ihres Geliebten warten. Und jeden Morgen erneut mit weit aufgerissenen blauen Augen hoffnungsvoll die Ankunft der großen Liebe erwarten.

 

Bereits in der Antike wurde sie bei Dioskurides als Heilmittel erwähnt und wurde zur Behandlung von Magen- und Leberleiden verwendet. 2020 wurde sie zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Wegen ihrer von der Kommission E nachgewiesenen Heilwirkung wird sie weiterhin bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit und zum Anregen des Gallenflusses verwendet. Des Weiteren wirkt sie entgiftend und wirkt unterstützend bei Fastenkuren und bei Lebererkrankungen. Man verwendet hauptsächlich die Wurzel. Auch in die Küche hat die Zichorienwurzel als Kaffeeersatz Einzug erhalten, nachdem durch Napoleon eine Kolonialsperre verhängt worden war.

Johanniskraut

 

Heilpflanze Juli 2026

Hypericum perforatum, Johanniskraut

Das Johanniskraut hat seinen Namen, weil es am Johannistag (24.Juni) blüht. Der Höhepunkt des Sommers ist an diesem Sonnenwendfest erreicht. Es ist eine Lichtpflanze. Die gespeicherte Energie kann es an den Menschen weitergeben. Es ist eine vor allem auf das Nervensystem stabilisierend wirkende Pflanze. Auf der psychischen Ebene ist es in die nationalemVersorgungsleitlinie zur Behandlung der leichten bis mittelschweren Depression aufgenommen. In der äußerlichen Anwendung wird das aus den Blüten gewonnene Rotöl verwendet. Es wirkt auf der körperlichen Ebene nervenberuhigend und schmerzlindernd bei z.B. Ischias- oder Zosterneuralgie.

Johanniskraut

 

Frauenmantel

Alchemilla (Frauenmantel)

Heilpflanze Juni 2026  

Alchemilla xanthochlora, Gewöhnlicher Frauenmantel

Im Juni bringt der Frauenmantel eine kleine zarte Blüte hervor, das große geschwungene Blatt gleicht einem umhüllenden Mantel. Vom Wimpernrand des Blattes werden früh morgens kleine silberne Tropfen, Gutationstropfen, aus der Erde aufgesogen und durch das Pflanzengewebe filtriert. 

Von den Alchemisten wurde dieser Pflanze größte Wertschätzung entgegen gebracht, dies spiegelt sich in ihrem botanischen Namen Alchemilla wider. Der Tautropfen wurde als Basis für  Elixiere verwenden. Ein paar dieser Tropfen früh am Morgen aufgesammelt lassen Augenränder verschwinden.

Der Frauenmantel ist das Heilmittel für die Frau. Es lindert Menstruationsschmerzen, unterstützt bei Gelbkörperschwäche, durch seinen hohen Gehalt an antioxidativen Stoffen ist es ein hilfreiches Mittel bei Entzündungen im Unterleib, es wirkt empfängnisfördernd und unterstützt die Vor -und Nachbereitung von Geburten. sie stärkt den Yin-Pol und hilft uns, unser Frausein zu leben.

 

Schöllkraut

Chelidonium majus (Schöllkraut)
Schöllkraut

Heilpflanze Mai 2026

Pflanze des Monats Mai: Chelidonium majus (Schöllkraut)

Es gehört zu den alten heimischen Heilpflanzen Europas und wächst oft an Mauern, Wegen und in stillen Gartenecken. Mit seinen leuchtend gelben Blüten wirkt es zart und unscheinbar zugleich – und besitzt doch eine bemerkenswerte Kraft.

Traditionell wurde Schöllkraut vor allem in der Volksheilkunde verwendet. Bekannt ist die Pflanze besonders durch ihren orangefarbenen Milchsaft, der beim Abbrechen der Stängel austritt. Dieser wurde früher äußerlich bei Hautthemen eingesetzt.

In alten Kräutertraditionen galt Schöllkraut als Pflanze der Reinigung, Wandlung und inneren Klärung. Gleichzeitig erinnert seine empfindliche Erscheinung daran, wie fein und achtsam Heilpflanzen betrachtet werden sollten.

Löwenzahn

Taraxacum officinale (Gewöhnlicher Löwenzahn
Taraxacum officinale (Gewöhnlicher Löwenzahn)

Heilpflanze April 2026

Taraxacum officinale (Gewöhnlicher Löwenzahn)

Der Löwenzahn beginnt meist bereits im Frühjahr zu blühen und begleitet uns mit seinen leuchtend gelben Blüten durch viele Wochen des Frühlings und Sommers. Kaum eine Wildpflanze ist so bekannt und zugleich so vielseitig wie der Gewöhnliche Löwenzahn.

In der Naturheilkunde werden sowohl die Blätter als auch die Wurzel verwendet. Löwenzahn gilt traditionell als anregend für Stoffwechsel, Verdauung sowie Leber- und Gallentätigkeit. Seine Bitterstoffe können die Verdauung unterstützen und werden besonders in Frühjahrskuren geschätzt.

Die jungen Blätter finden auch in der Küche Verwendung, etwa in Salaten oder Kräutermischungen. Die Pflanze steht zudem sinnbildlich für Widerstandskraft, Wandlung und Lebenskraft – Eigenschaften, die sich auch in Ihrer Zeichnung widerspiegeln.

Die Begriffe „Lebenskraft“, „Wärme“ und „Wandlung“ passen sehr schön zum Wesen des Löwenzahns: Er erscheint früh im Jahr, bringt Farbe und Energie in die Natur und verwandelt sich später von der gelben Blüte in die bekannte Pusteblume.

Gundermann

Glechoma hederacea (Gundermann / Gundelrebe)
Gundermann

Heilpflanze März 2026

Glechoma hederacea (Gundermann / Gundelrebe)

Der Gundermann gehört zu den alten heimischen Heil- und Wildpflanzen Europas. Oft wächst er unscheinbar an Wegrändern, in Gärten und auf Wiesen und bildet dort dichte grüne Teppiche mit zarten blauvioletten Blüten.

Schon früh im Frühjahr beginnt die Gundelrebe zu blühen und gehört damit zu den ersten wichtigen Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten. Ihr feiner aromatischer Duft und die würzigen Blätter machen sie seit Jahrhunderten auch zu einer geschätzten Wildpflanze in der Küche.

In der traditionellen Pflanzenkunde wurde Gundermann mit Reinigung, Stärkung und innerer Klarheit verbunden. Die Pflanze gilt als widerstandsfähig und zugleich weich und verbindend — sie breitet sich behutsam aus und fügt sich eng in ihre Umgebung ein.

Taubnessel

Lamium purpureum (Purpurrote Taubnessel)
Purpurrote Taubnessel

Heilpflanze Februar 2026

Lamium purpureum (Purpurrote Taubnessel)

Die Purpurrote Taubnessel gehört zu den ersten Wildpflanzen, die im Frühjahr blühen. Mit ihren zarten rosavioletten Blüten bringt sie schon früh Farbe und Lebendigkeit in Gärten, Wegränder und Wiesen.

Obwohl sie der Brennnessel ähnlich sieht, besitzt die Taubnessel keine brennenden Haare. Sie gilt als sanfte und widerstandsfähige Pflanze, die oft dort wächst, wo die Natur beginnt, freie Räume zurückzuerobern.

In der Volksheilkunde wurde die Taubnessel traditionell als milde Wild- und Heilpflanze geschätzt. Ihre jungen Blätter und Blüten sind essbar und können Tees, Kräutermischungen oder Frühlingssalate bereichern.

Die Pflanze steht sinnbildlich für Sanftheit, Erneuerung und stille Lebenskraft. Ihre frühen Blüten bieten zudem Nahrung für Bienen und andere Insekten – oft zu einer Zeit, in der nur wenige andere Pflanzen blühen.

Primula vulgaris

Die Heilpflanze des Monats Mai: Primula vulgaris
Primula vulgaris

Heilpflanze Januar 2026

Primula vulgaris, Echte Schlüsselblume

Die Primula vulgaris, im Volksmund auch als Schlüsselblume oder Echte Schlüsselblume bekannt, gehört zu den ersten Frühlingsboten des Jahres. Ihre zarten, hellgelben Blüten erscheinen oft schon sehr früh und gelten traditionell als Symbol für Neubeginn und Lebenskraft.

In der Volksheilkunde wird die Schlüsselblume seit Jahrhunderten geschätzt. Verwendet werden vor allem die Blüten und Wurzeln. Sie gelten als schleimlösend, beruhigend und leicht krampflösend und werden häufig bei Erkältungen, Husten oder nervöser Unruhe eingesetzt. Besonders als Tee oder in milden Kräutermischungen findet sie Anwendung.

Der Name „Schlüsselblume“ geht auf die Form der Blüten zurück, die an einen kleinen Schlüsselbund erinnern – in alten Überlieferungen galt sie sogar als „Himmelschlüssel“, der den Frühling öffnet.

Heute steht die echte Schlüsselblume in vielen Regionen unter Naturschutz, weshalb sie nicht wild gesammelt werden sollte. Für die Verwendung in der Naturheilkunde greift man daher besser auf kultivierte Pflanzen oder fertige Präparate zurück.